POLITCIGS DIE KULTUREN DER ZIGARETTE UND DIE KULTUREN DES POLITISCHEN

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Manoli-Post_3_H. 9_10_September_Oktober 1916_S. 7
 

Zigaretten-Fronten. Die politischen Kulturen des Rauchens in der Zeit des Ersten Weltkriegs

Unser erstes Teilprojekt beobachtet das Geschehen an unterschiedlichen "Zigaretten-Fronten" im Zeitraum etwa zwischen 1905 und 1925. Wir fragen: Welche Bedeutungen hatten die Zigarette und das Rauchen für die Konsumenten und Konsumentinnen an der Kriegs- wie an der Heimatfront, welche bei den Herstellern und Produzenten? mehr

Als Abschluss dieses Teilprojekts ist im Oktober 2014 der erste Band der PolitCIGs-Reihe im Jonas Verlag erschienen. mehr zum Buch

Abbildung: Prämierte Einsendung aus einem Preisausschreiben zum Thema "Manoli an der Front", Manoli-Post Sept./Okt. 1916
 
       
Nestor Gianaclis Frankfurt, Queen, um 1920
 

Die Welt in einer Zigarettenschachtel. Transnationale Horizonte eines deutschen Produkts

Unser zweites Teilprojekt untersucht die Geschichte der Zigarette in Deutschland als Beziehungsgeschichte zwischen Orient und Okzident, zwischen Europa und den USA, aber auch zwischen europäischen Nationen und Regionen. Im Mittelpunkt steht die Ablösung der Orient-Zigaretten durch American-Blend-Zigaretten nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir fragen: Wie korrespondierte dieser Wandel der Materialität, des Geschmacks, der Bilderwelten und der Images  mit politischen Kulturen?

Die Ergebnisse werden im Herbst 2016 als zweiter Band der Reihe des Forschungsverbundes veröffentlicht.

Abbildung: Packung der Marke "Queen" des aus Ägypten stammenden Herstellers Nestor Gianaclis, Frankfurt a.M. um 1920; Werbemittelarchiv Reemtsma, Museum der Arbeit

 
       
Atika Anzeige 1978
 

Als die Zigarette giftig wurde. Ein Risikoprodukt im Widerstreit

Unser drittes Teilprojekt spürt dem negativen Imagewandel der Zigarette und den damit verbundenen Interaktionen in der Bundesrepublik seit den 1960er-Jahren nach. Wir fragen: Wie und warum wurde die Zigarette zu einem giftigen Genussmittel und inwiefern interagierten Produzenten, Raucherinnen und Raucher, Kritikerinnen und Kritiker sowie die Produktsprache und Materialität der Zigarette selbst mit diesem dynamischen Wandlungsprozess?

Die Ergebnisse werden im Herbst 2016 als dritter Band der Reihe des Forschungsverbundes veröffentlicht.

Abbildung: Werbeanzeige der Marke "Atika Extra Leicht" für Illustrierte, 1978; Werbemittelarchiv Reemtsma, Museum der Arbeit.

 
       
Cabinet Packung o.D
 

Rauchen im Sozialismus: Zur kulturhistorischen Bedeutung des Tabakkonsums in der DDR

Dissertationsprojekt, Bearbeiter: Stefan Knopf

Das Teilprojekt untersucht erstmals das kulturelle Kommunikations- und Bedeutungsgeflecht, das sich über und durch das Rauchen verschiedener Tabakwaren (Zigaretten, Zigarren sowie Rauch- und Schnupftabak) zwischen Produzenten, Konsumentinnen und Konsumenten sowie Dritten (etwa Journalisten) in der DDR entfaltete. mehr zum Projekt

Abbildung: Packung der DDR-Marke "Cabinet" hergestellt im VEB Kombinat Tabak Dresden, Werbemittelarchiv Reemtsma, Museum der Arbeit